Laupheimer Konzert: Riesenapplaus für beide Akkordeonorchester

Am 12. Mai fand im Schloss Großlaupheim wieder das Gemeinschaftskonzert des Akkordeon Orchesters Seemüller mit dem AKG statt.

Vor zahlreichem Publikum eröffnete das AOS unter der Leitung von Gerd Seemüller mit einem Medley aus "Phantom der Oper" das Programm - erstes musikalisches Ausrufezeichen. Nach einem Tango und der gefühlvollen Filmmusik aus "Exodus" kamen die Schwabenstreiche von Adolf Götz zu Gehör. Dieses einfallsreiche Stück gibt Anklänge an schwäbische Folklore, die dann aber einfallsreich, bisweilen witzig interpretiert wird. Abermals großer Applaus.
Nach dem Bossa Nova "Quando quando" durfte das AOS erst nach einer Zugabe von der Bühne.

Nach der Pause nahm das Seniorenorchester des AKG auf der Bühne Platz.
Zum Auftakt präsentierte Dirigent Stanimir Uzunov in einem Solo die Rhapsodia Azurra und bewies damit seine beeindruckende Virtuosität als Akkordeonsolist.
Den Auftakt des Orchesters bildete "Night Beat" von Wolfgang Russ-Plötz. Dieses Stück im ungewohnten 5/4 Takt Stück ging den Zuhörern gleich in die Ohren und gab einen ersten Vorgeschmack auf das was noch kam.
Aus der Gothischen Suite von Boellmann hatte der AKG bei früheren Auftritten schon Teile präsentiert. Jetzt aber hatte man alle Sätze vorbereitet - inclusive der äußerst virtuosen Toccata. Die Läufe mit Sechzehntel Noten waren in atemberaubenden Tempi zu spielen, das Orchester des AKG zeigte maximales Können. Das Publikum honorierte diese Leistung mit großem Applaus.

Als Kontrast folgte "Panis Angelicus" von Cesar Franck. Der Solopart bravourös von der Sopranistin Angelika Köder gesungen, begleitet vom Männerchor der Chorvereinigung. Erneut stürmischer Applaus.

Nach den etwas ruhigeren Gedanken von Tekeliev holte das Orchester zum wuchtigen Schlussakkord aus - Danzon Nr. 2 von  Arturo Marquez. Für dieses Stück wurde das Orchester erweitert um 2 weitere Percussionisten und Günter Drescher am Piano.
Nach ruhigem und melancholischem Beginn steigert sich das Stück in einen schnellen kubanischen Rythmus hinein. Danach wieder ruhige Passagen, die immer schneller werdend auf ein wuchtiges Ende zusteuern.
Bei manchen der Akkordeonistinnen konnte man Schweißperlen auf der Stirn ausmachen, so sehr war man gefordert. Erneuter stürmischer Applaus für die gekonnte musikalische Darbietung war die Folge.

Auch der AKG durfte erst nach einer Zugabe von der Bühne. 


jm/13.05.2018